Wie belastbar ist die städtische Spielplatzbedarfsplanung?
03. Februar 2012
CDU-Fraktion stellt im Jugendhilfeausschuss kritische Nachfragen
Nach vielfacher Ankündigung hat Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein dem Jugendhilfeausschuss nun den lange erwarteten Spielplatzbedarfsplan vorgelegt. Bereits im Juni 2008 hatte der Ausschuss die Verwaltungaufgefordert, eine solche Bedarfsplanung zu erarbeiten und das Angebot an Spiel- und Bolzflächen in Köln auszubauen und zu optimieren.
„Dass Frau Dr. Klein jetzt die Planung vorstellt, ist ein wichtiger, leider aber nur ein erster kleiner Schritt auf dem Weg zu einem besseren Spielplatzangebot in unserer Stadt", dämpft Dr. Nils Helge Schlieben, jugendpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, die Erwartungen. „Wir begrüßen die Vorlage des Bedarfplans, haben aber erhebliche Zweifel, ob die für die Realisierung der dargestellten Maßnahmen erforderlichen Finanzmittel in der Haushaltsplanung berücksichtigt wurden und ob es ausreichend Personal gibt, um die angekündigte Umsetzung der Planung zu gewährleisten."
Für die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 7. Februar hat die CDU-Fraktion eine entsprechende Anfrage gestellt. Sie bittet die Jugenddezernentin zudem um Auskunft, wann die intakten, lediglich nicht aktuellen EU-Normen entsprechenden Spielgeräte, die die Stadt in den letzten Monaten demontiert hat, ersetzt werden.
„Für viele Kinder sind Spielplätze der einzige Ort, an dem sie spielen und toben können, da nur wenige Familien in Köln einen eigenen Garten haben", betont Schlieben und weist auf die große Bedeutung von Spielplätzen gerade im innerstädtischen Bereich hin.
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